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Andreas Engenhardt: “Werbetreibende müssen mobil aktiv werden”

freexmedia_andreas-engenhardt_0092Interviewreihe zum Thema Mobile Marketing: Andreas Engenhardt, Geschäftsführer der freeXmedia GmbH.

Mobile Kampagnen verzeichnen in Deutschland nach einer Erhebung des Mobile Advertising Circle ein Wachstum von über 600%. Ist das die Spitze des Eisberges, oder erst der Anfang?

Engenhardt: Werbung muss da stattfinden, wo die Nutzer sind. 600% ist zunächst eine gigantische Zahl, allerdings reden wir hier von einem Wachstum auf sehr niedrigem absoluten Niveau. Vergleicht man die knapp 500 mobilen Kampagnen mit dem, was im stationären Internet oder anderen Medien passiert, relativiert sich diese Angabe sehr schnell.

Was hat dieses rasante Wachstum Ihrer Meinung nach bedingt?

Engenhardt: Die Werbungtreibenden haben erkannt, dass sie mobil aktiv werden müssen, wenn sie jetzt und in der Zukunft junge, aktive Early Adopters und Trendzielgruppen sowie vermögende und bewegliche Buisness-Zielgruppen, erreichen wollen- diese absolut überdurchschnittlich häufig mobil unterwegs.

Für welche Branchen und Produkte bietet sich mobiles Marketing an, wo wird es bisher am stärksten genutzt?

Engenhardt: Mobile Marketing bietet sich in erster Linie für Branchen, denen das Thema Mobilität wichtig ist (Automotive, Tourismus) oder in denen die mobile Nutzungssituation Ansätze echter Mehrwerte und Kundenbindungsmöglichkeiten bietet (Mobile Banking, Airlines / Tourimus). Aber auch Hersteller von FMCG-Produkten mit jungen Zielgruppen, die heute kaum noch über klassische Medien erreicht werden können, werden künftig verstärkt auf mobile Marketing Lösungen setzen.

Welche Best-Practice-Beispiele fallen ihnen im nationalen und internationalen mobilen Marketing-Sektor ein?

Engenhardt: Die Einführung des BMW 1er Cabrio in 2008.

Deutschland ist kein Vorreiter im Mobile-Sektor – welche Trends zeichnen sich in anderen Ländern ab? Welche Technologien und Praktiken haben soviel Potential, dass sie auch bei uns eingeführt werden könnten?

Engenhardt: Einige westliche Märkte wie UK und Japan sind bereits heute was die Nutzung des mobilen Internets angeht weiter. Das liegt zum einen an einem breiteren Angebot mobiler Inhalte, zum anderen an noch attraktiveren Datenoptionen.

Das iPhone hat dem mobilen Web einen enormen Schub gegeben. Wie werden Smartphones, Netbooks und andere portable Geräte mit Browsern das Mobile Marketing weiter beeinflussen?

Engenhardt: Es geht darum Barrieren für die Nutzer abzubauen. Das sind neben der Angst vor hohen Datenkosten auch schwer bedienbare Endgeräte. Apple und mittlerweile verschiedene andere Handset-Hersteller setzen mehr denn je auf intuitive Nutzung sowie ein breites Angebot an Funktionen und Inhalten. Die Schlüsselaufgabe auf der Hardwareseite lautet: Die Komplexität zahlloser Funktionen und Inhalte intuitiv nutzbar machen. Apple scheint das bisher am besten zu gelingen. Die grafische Oberfläche und das Angebot von 65.000 iPhone Apps sind hier die Benchmark.

Nennen Sie drei konkrete Dinge, die das Digitale Marketing 2009/2010 zum Erfolg führen werden.

Engenhardt:

  • Nutzungsverschiebungen zugunsten des Internets
  • Attraktive Zielgruppen
  • Performantere Hardwareausrüstung und breitbandige Zugänge

Haben Sie einen TwitterAccount?

Engenhardt: Nein, ich persönlich nutze diesen Trend aktuell nicht.

Veröffentlicht am 9. September 2009 Kein Kommentar