In der viel beschworenen Aufmerksamkeitsökonomie haben viele Kongressteilnehmer längst genug davon, nur noch den Diskussionen auf den Podien passiv zuzuhören. Statt aufmerksam “denen da oben” zu lauschen, die sich als Experten untereinander austauschen, findet längst eine kleine Demokratisierung in den Veranstaltungen statt. Die Teilnehmer beteiligen sich aktiv, nicht nur, indem sie direkt auf Wortbeiträge mit einer mündlichen Wortmeldung reagieren, sondern immer öfter auch online.
Waren es früher erst vereinzelte Blogartikel, die sich während oder nach einem Kongress mit den einzelnen Referententhemen auseinandergesetzt haben, geht die ePartizipation heute wesentlich weiter. Besonders in der Online-Marketing-Szene entdecken zurzeit viele Professionals das Microblogging für sich und twittern live mit, was ein Referent in seinem Vortrag erzählt und kommentieren ihn. Deshalb müssen Redner damit rechnen, auch in der digitalen Welt auf reges Feedback zu stoßen. Das war Grund genug für uns, auf Twitter eine kleine Umfrage zum Twittern auf Fachveranstaltungen durchzuführen. Das Stimmungsbild macht deutlich, dass viele Twitterer die Veranstaltungen nutzen, um sich einzumischen. Zwei Drittel der Befragten twittern mehr als sechs Mal auf einer Veranstaltung.
Wie wichtig Twitter für Veranstalter geworden ist, zeigt auch eine Liste im Referentenblog, in der immerhin 60 twitternde Veranstalter aufgeführt werden, darunter natürlich auch die dmexco selbst. Damit wir den Twitterern optimale Voraussetzungen bieten können, sind wir auf Ihre Anregungen angewiesen.
Gerne veröffentlichen wir eine Liste aller Twitterer, die als Teilnehmer, Referenten und Aussteller die dmexco besuchen, in unserem Blog create effects. Am besten schreiben Sie uns einfach als Teilnehmer zu diesem Beitrag einen Kommentar, damit wir Sie in unserer Twitter-Liste berücksichtigen können. Hierbei haben wir keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, wollen es Ihnen als Messebesucher aber erleichtern, sich mit den anderen Mitgliedern der Marketing-Community leichter zu vernetzen. Es genügt völlig, wenn Sie in einem Kommentar Ihren realen Namen und Ihren Twitter-Link posten. An den ersten Beispielen sehen Sie, wie es gemeint ist.
>> Umfrage: Wie oft twittern Sie auf einer Fachveranstaltung?
Klaus Eck
Von Klaus Eck
Veröffentlicht am 9. Juni 2009
Jeden Tag findet in Deutschland zumindest eine Veranstaltung statt, auf der die Teilnehmer ihre Meinung via Twitter kund tun. Es wird auf Kongressen nicht ganz so viel gebloggt wie getwittert, weil ersteres in der Regel sehr viel Zeit kostet. Im Gegensatz dazu ist ein Twitterbeitrag in 140 Zeichen schnell verfasst und online gestellt. Außerdem kann man wunderbar via Smartphone twittern und dabei sogar gleich die Fotos mit ins Netz stellen. Als Veranstalter oder Referent muss man heute damit rechnen, dass andere unmittelbar auf den eigenen Vortrag mit einer eigenen Meinung im Microblog reagieren und mitunter sogar Fragen stellen. Dadurch erhalten Kongressveranstalter direktes Feed und können die Erfolge quasi in Echtzeit nachvollziehen.
Aber wie stark nutzen Sie (als Twitterer) die Möglichkeiten des Gezwitschers? Schreiben Sie nur wenige Beitrage, in denen Sie Ihre Anwesenheit deutlich machen? Nach dem Motto: Ich bin einer der Kongressteilnehmer oder versuchen Sie anderen einen individuellen Eindruck von der Veranstaltung zu vermitteln? Mit welchem Anspruch gehen Sie mit dem Microblogging um?
Um das ein wenig herauszufinden, haben wir auf Twtpoll eine Umfrage gestellt, die sich nicht nur auf dmexo-Besucher bezieht, sondern auf alle Messe- und Kongressbesucher. Sie läuft bis zum 2. Juni und wird danach von uns ausgewertet werden. Twtpoll ist ein einfaches Twitter-Umfragetool, welches wir in Zukunft häufiger nutzen werden, um Sie als Blog- oder Newsletter-Leser bzw. Twitter-Follower besser kennenzulernen und stärker auf sie eingehen zu können. Mit der ersten Twitterumfrage wollen ein kleines Stimmungsbild einholen. Deshalb wäre es toll, wenn Sie hierbei mitmachen.

Falls Sie selbst eine Twitter-Umfrage via Twtpoll erstellen wollen, müssen Sie dazu nur auf der Twtpoll-Website Ihren Twitter-Namen eintragen, jeweils die Art der Frage bestimmen und dann in einem Freitext-Feld die Antwortmöglichkeiten vorgeben.
Nach dem Klick auf „Create Poll“ können Sie die Umfrage auf Twitter, Friendfeed, Facebook und vielen anderen Seiten posten, um möglichst viele Antworten zu generieren.
Wir freuen uns auf Ihr Feedback, das Sie uns gerne auch via Kommentar geben können.
>> Twtpoll der dmexco: Wie oft twittern Sie an einem Tag auf einer Fachveranstaltung?
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Von Klaus Eck
Veröffentlicht am 22. Mai 2009