create-effects

Christoph Schuh: “Ein Teil des TV-Budgets sollte in Video-Advertising investiert werden”

2008-christoph-schuh-tfag-klInterviewreihe zum Thema Video-Advertising: Christoph Schuh, Vorstand Marketing & Sales / CMO der Tomorrow Focus AG.

Video-Advertising gilt aktuell als die boomende Online-Werbeform schlechthin. Welche Hürden müssen noch überwunden werden, damit Video-Advertising seine volle Kraft entfalten kann?

Schuh: Zum einen ist die Reichweite in hochwertigen Videoumfeldern noch nicht ausreichend, um die Nachfrage komplett zu bedienen und dem TV analoge Nettoreichweiten zu erzielen. Hier müssen die Premium Publisher daran arbeiten, den Traffic in diesen Bereichen weiter zu steigern. Ein weiteres Hindernis: Die Werbung ist in vielen Videoplayern noch zu klein dargestellt, um volle Brandingwirkung vergleichbar zu TV zu entfachen. Zudem sind im Bereich Targeting und Werbewirkungsforschung noch einige Hausaufgaben zu machen, an denen wir aber gemeinsam mit anderen Vermarktern mit Macht arbeiten.

Wann empfehlen Sie den Einsatz von Video-Ads in Online-Kampagnen, wann nicht?

Schuh: Grundsätzlich sollte der TV-Spot nicht ohne Adaptionen ins Netz gestellt, sondern schon bei der Kreation des TV-Spots mit bedacht werden. Außerdem sollte pro Flight ausreichend Budget vorhanden sein, um die für Werbewirkung notwendigen Kontaktklassenverteilungen auch im Internet zu erreichen. Aus Sicht des Grenznutzens erscheint es immer sinnvoll, einen Teil des TV-Budgets in Video-Advertising zu investieren, um die Reichweite sinnvoll zu erhöhen.

Videoproduktion ist teuer. Wann stimmt bei Video-Advertising das Kosten-Nutzen-Verhältnis?

Schuh: Wenn bei der Kreation des TV-Spots der Online-Spot bereits mit konzipiert wird und auch die lizenzrechtlichen Implikationen mit bedacht werden, sind die zusätzlichen Kosten mehr als überschaubar.

Kann eine Video-Kampagne im Internet alleine wirken oder braucht sie immer Unterstützung durch andere Online-Werbemittel?

Schuh: Die Kombination von Video-Advertising mit brandingstarken Display-Werbemitteln macht aus unserer Sicht immer Sinn, zumal man im Internet durch die Targetingmöglichkeiten Displaywerbung als Reminder des Video-Ads schalten kann. Interessant ist insbesondere die Möglichkeit, direkt nach dem Videospot ein Displayformat zu schalten. Dies ermöglicht dem Nutzer bei Interesse gleich weitere Details des beworbenen Produktes zu erfahren und ohne Medienbruch Response abzugeben.

Wenn Ihnen der Beitrag gefällt, dann empfehlen Sie ihn doch weiter mit
  • Digg
  • Sphinn
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • MisterWong.DE
  • TwitThis
  • Webnews.de
  • Yigg

Veröffentlicht am 22. Juli 2009 / Kommentieren


Was Sie vielleicht auch gerne lesen würden:

  Leave a comment

Einen Kommentar hinterlassen: