Die Kongressmesse dmexco hat ihre Premiere erfolgreich gemeistert. 14.200 Besucher kamen in den zwei Tagen nach Köln, 290 Aussteller mit 2900 Mitarbeitern zeigten ihre Expertise im digitalen Marketing. 250 Pressevertreter waren vor Ort. Aussteller, Organisatoren und Kongressteilnehmer sind mit der Messe sehr zufrieden. Wir haben einige Zitate zusammengestellt:
Arndt Groth, Präsident des Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW): “Vor der ersten dmexco waren wir optimistisch, da die Vorbereitung so professionell abgelaufen ist. Dass die Messe samt Kongress dann so erfolgreich war, hat unsere Erwartungen erfolgreich übertroffen.”
Paul Mudter, Vorsitzender des Online-Vermarkterkreis (OVK) im BVDW: “Die Relevanz und Qualität der Gespräche auf der dmexco 2009 war sehr hochwertig. Wir sind mehr als zufrieden mit der Premiere der neuen Leitmesse für digitales Marketing.”
Matthias Ehrlich, CEO United Internet Media: “In diesem Jahr hat jeder Kunde überlegt, ob und in welchem Umfang er den Besuch seines Unternehmens auf der Messe finanzieren wollte. Ich bin sicher, dass jeder, der hier war, weiß, dass der Aufwand für den Besuch auf der dmexco gut angelegt war. Die dmexco ist sehr professionell gestartet, ohne den Charme der Online-Werbefamilie verloren zu haben.”
Matthias Wahl, Geschäftsführer der OMS Vermarktungs GmbH & Co. KG: “Die äußerst gut besuchten Panels sowie die vielen intensiven Gesprächen, die wir mit Werbetreibenden und Websitebetreibern geführt haben, machen sehr deutlich, dass die gesamte Onlinebranche sich nicht nur weiterentwickelt hat, sondern inzwischen eine feste Instanz im Werbemarkt ist. Mit unserer Messepremiere auf der dmexco 2009 sind wir mehr als zufrieden.”
Dr. Andreas Wiele, Vorstand Bild-Gruppe und Zeitschriften bei Axel Springer: “Die Messe ist ein voller Erfolg, denn sie bringt erstklassige Vertreter aus traditionellen und Internetmedien zusammen.”
Thomas Wagner, Vorsitzender der Geschäftsführung SevenOne Media: “Die dmexco 2009 hat sich aus dem Stand heraus als Branchentreff Nummer eins für die digitale Wirtschaft etabliert. Trends wie Targeting und die zunehmende Bedeutung reichweitenstarker Angebote und kraftvoller Medienmarken wurden beim Gang durch die gut besuchten Messehallen deutlich. Vor allem hat die dmexco gezeigt, dass das Internet im Bewegtbildzeitalter angekommen ist.”
Dean Donaldson, Digital Experience Strategist, Eyeblaster: “Fantastic to see that even in the midst of a recession, dmexco still leads the way in the digital movement. The sheer scale and size of the show is testimony to the positivity and buoyancy of the industry.”
Ulrich Kramer, Geschäftsführer Pilot 1/0 und Sprecher FOMA: “Insgesamt Hut ab und ganz großes Lob an die Organisatoren.”
Christian Geyer, General Manager von ValueClick: “Wir waren wirklich angetan vom Verlauf der ersten dmexco. Unsere Kontakte haben gutes Umsatzpotential. Auch das Format der Conference Hall hat uns überzeugt. Das Feiern sollte man allerdings denen überlassen, die etwas davon verstehen.”
Andrea Peters, Geschäftsführerin media.net brandenburg und Organisatorin des Berliner Gemeinschaftsstands BERLIN.digital@dmexco: “Unsere Aussteller wie Metaversum konnten viele nationale und internationale Kontakte schliessen. Wir kommen in 2010 bestimmt wieder, denn Berlin-Brandenburg hat die dmexco schon in den offiziellen Messeplan für die Hauptstadtregion aufgenommen.”
Peter Christmann, Beirat und Gesellschafter Vertical Network Media: “Auf der Messe ist der Enthusiasmus der Brache deutlich spürbar. Sie hat eine hohe Businessrelevanz. Die Geschäftsmodelle im Bereich Aggregation und Bewegtbild zeichnen sich hier als Trends deutlich ab.”
Heiko Genzlinger, Commercial Director bei Yahoo! Deutschland: “Die dmexco konnte sich ganz klar als neue Leitmesse für digitales Marketing positionieren und wir sind als OVK-Mitglied froh über unsere Entscheidung für Köln. Alle Zutaten für eine erfolgreiche Veranstaltung waren gegeben: Es war einmal mehr deutlich zu spüren, welch enorme Potenzial im Online-Geschäft steckt. Die Themen dieses Jahres sind vielleicht nicht alle neu, beschäftigen uns aber umso intensiver: Online Creativity, Performance, Video, Mobile oder auch Social Media – die Branche kennt ihren Fokus, der nicht zuletzt auch aufzeigt, wo die Möglichkeiten für Online-Werbung noch lange nicht ausgeschöpft sind. Viel Raum für Innovation und Wachstum – was möchte man mehr!”
Von Doris Eichmeier
Veröffentlicht am 25. September 2009
Zum ersten Mal stand Blake Chandlee, European Commercial Director Facebook, auf einem Podium in Deutschland. Er hielt eine kurze Introspeach für die Debatte “Social Media: Show me the money – effective ways to advertise?” in der Congress Hall.
“We are watching a massive fundamental shift driven by technology”, so Chandlee. Dieser starke Wandel – “from interruption to dialog” – sei für die Werbeindustrie eine große Herausforderung: “It is not easy to do this, things don’t change over night.” Eine klare Absage erteilt er dabei jenen, die darüber sinnieren, ob es nicht besser wäre ein wenig Tempo aus der Entwicklung zu nehmen oder, der Einfachheit zuliebe, Mechanismen aus der Vergangenheit zu pflegen. “We are not going back – it wouldn’t become easier”, betont Chandlee. Im Gegenteil: Digitale Medien würden nun vieles einfacher machen als früher: “Social Media make a lot easier to connect cultures aorund the world”, so Chandlee.
Von Doris Eichmeier
Veröffentlicht am 25. September 2009
“Wer wird sich als Leadagentur in der digitalen Markenführung durchsetzen?” Diese Frage diskutierte eine hochkarätige Runde in der Debate Hall: Dirk Kraus (Vorstand YOC), Andreas Gahlert, (Geschäftsführer Neue Digitale), Amir Kassaei (CCO DDB), Horst Wagner (Vorstand Pixelpark), Michael Dunke (CEO Universal McCann) und Uli Kramer Geschäftsführer pilot 1/0).
Vorab war die Meinung des Publikum gefragt. Die Runde wollte wissen: “Kann eine Agentur heutzutage überhaupt einen Werbekunden umfassend beraten?” Die Hälfte der Zuhörer ist überzeugt: nur teilweise – aber nicht ohne Spezialisten” (Hingegen sagen nur 15 Prozent “ja, das geht”, 25 Prozent geben “großteils” an und 12 Prozent sind überzeugt “wer glaubt, das geht, hat keine Ahnung von Marketing”.

Von rechts: Dirk Kraus, Vorstand YOC, Andreas Gahlert, Geschäftsführer Neue Digitale, Amir Kassaei, CCO DDB, Horst Wagner, Vorstand Pixelpark, Michael Dunke, CEO Universal McCann, Uli Kramer, Geschäftsführer pilot 1/0. Moderator Wolfram Kons
Andreas Gahlert, Geschäftsführer Neue Digitale, gibt digitalen Agenturen gute Chancen für den Lead, empfiehlt sich aber auch als leistungsstarken Kooperationspartner: “Digital-Agenturen haben von klein auf gelernt zu kooperieren und vernetzt zu denken”. Michael Dunke, CEO Universal McCann, will sich für keine Agenturform entscheiden: “Jene, die eine Kompetenz aufbauen, um zu verstehen, wie die Menschen ticken, werden eine Schlüsselrolle übernehmen. Zielgruppeninformationen sind der Key in die Zukunft.” Und er fragt sich: “Digitale Markenführung? Geht es nicht eher um “neue Markenführung” generell?”
Amir Kassaei, CCO DDB, zweifelt daran, dass die Agenturen generell für den Paradigmenwechsel im Marketing gewappnet sind: “Wir Werber haben uns in den letzten 20 Jahren ausgeruht. Jetzt müssen wir erst wieder die nötige Substanz aufbauen.” Dazu müssten Werber vor allem eines tun, so Kassei: “Wir sollten aufhören, uns wichtiger zu nehmen als den Mann auf der Straße.” Dass sich das Blatt zugunsten digitaler Agenturen wendet, freut Dirk Kraus, Vorstand YOC, der Kassei fragt: “Was meinen Sie, wie oft wir früher an Ihrer Tür gekratzt haben?” Nun habe sich das geändert: “Heute kommen die Klassiker zu uns.”
Für Uli Kramer, Geschäftsführer pilot 1/0 sind die wichtigsten Kriterien für erfolgreiches Marketing der Zukunft: “Gute Ideen, Verständnis für Menschen und wie sie Medien nutzen, Kompetenz für Inhalte.” Horst Wagner, Vorstand Pixelpark, ist überzeugt, dass diese Veränderung enorm sein wird: “In 5 Jahren gibt es keine Agenturen mehr geben wie wir sie kennen.”
Zum Abschluss der Diskussion wurde das Publikum nochmal gefragt: “Welcher Agenturyp hat die besten Chancen, um Navigator für Werbeinvestitionen des Kunden zu werden? “Ein Kunde wird niemals einer Agentur allein vertrauen”, sagen 44 Prozent. Am besten schneiden die Digital-Agenturen mit eigener Kreativ-Unit ab: 21 Prozent trauen ihnen den Lead zu. Eine starke Veränderung sieht das Publikum bei den klassischen Kreativagentur mit digitaler Unit: Nur 13 Prozent geben diesen eine Aussicht auf die Navigatorrolle – das ist weniger als der “modernen” Mediaagentur mit 14 Prozent. Das Schlusslicht bilden Dialogagenturen mit Digitalkompetenz (acht Prozent)
Von Doris Eichmeier
Veröffentlicht am 24. September 2009
Das Fachmagazin w&v, ein dmexco-Medienpartner, interviewte sechs führende Manager über den Online-Werbemarkt. Die Videos können auf wuv.de angesehen werden.
Rede und Antwort standen:
Paul Mudter, Vorstandssprecher des OVK und Online-Saleschef von IP Deutschland – über den Markt.
Jeremy Allair, CEO des Video-Dienstleisterriesen Brightcove – über Tendenzen in den USA.
Jochen Wegner, Chefredakteur von Focus Online – über seinen News-Aggregator Nachrichten.de.
Andreas Gahlert, CEO der Agentur Neue Digitale – zum Thema Kreativität.
Sven Scheffler , Chefredakteur von Handelsblatt.com – über hochwertige Umfelder.
Axel Schmiegelow, CEO von Sevenload – über Videowerbung.
Von Doris Eichmeier
Veröffentlicht am 24. September 2009
Diese Personen gestalten das Internet. Mit ihren Ideen und Geschäftsmodellen bestimmen sie das heutige und künftige Bild der Medienlanschaft. Am ersten dmexco-Tag trafen sich 23 Visionäre und führenden Köpfe der internationalen Internetindustrie zu einem gemeinsamen Mittagessen, zum Beispiel:
Dr. Dorothee Ritz (Microsoft), Tim Armstrong (AOL), Henrique de Castro (Google), Wenda Harris Millard (Media Link), Rich Riley (Yahoo), Dr. Bernd Buchholz (Gruner + Jahr), Thomas Ebeling (ProSiebenSAT1), Dr. Andreas Wiele (Axel Springer) und Matthias Ehrlich (United Internet Media).
Die Top-Entscheider nutzten die Gelegenheit, um sich eineinhalb Stunden lang in lockerer Atmospäre über das Medienbusiness und seine Zukunft zu unterhalten. Danach gingen sie gut gelaunt in die Congress Hall und ließen sich gemeinsam von Fotografen ablichten.

Für alle, die wissen möchten, wer an dem Gipfel-Mittagessen teilgenommen hat – hier folgt die Gästeliste (alphabetische Reihenfolge):
Tim Armstrong – Chairman and CEO, AOL
Lars Bastholm – Chief Digital Creative Officer Ogilvy North America, Cannes Cyber Lions Jury President 2009
Jürgen Blomenkamp – CEO, groupM
Gerald Böse – Vorsitzender der Geschäftsführung Koelnmesse
Dr. Bernd Buchholz – CEO, Gruner + Jahr
Mark Cranmer – CEO, Isobar
Henrique de Castro – Vice President, Global Media and Platforms of Google
Thomas Ebeling – Chairman of ProSiebenSAT1
Matthias Ehrlich – Board of Directors United Internet Media
Simon Francis – CEO EMEA, Saatchi & Saatchi
Jason Glickman – CEO of Tremor Media
Bernhard Glock – Vice President Global Media & Communications, Procter & Gamble
Arndt Groth – President, BVDW
Wenda Harris Millard – President Media Link, LLC
Anders Sundt Jensen – Vice President Brand Communications Mercedes-Benz Cars, Daimler
Andres Kiger – Senior Director of Integrated Marketing, Coca-Cola China
Martin Krapf – Managing Director IP Germany
Maurice Lévy – Chairman und CEO, Publicis Groupe
Christian Muche – Director Bus. Development, Strategy & Intern. dmexco
Paul Mudter – Chairman Online-Vermarkterkreis OVK, IAB Germany
Rich Riley – Senior Vice President, Yahoo! Europe and Canada
Dr. Dorothee Ritz – General Manager Consumer & Online (C&O), Microsoft Germany
Kai Schmude, Direktor Finance & Adminstration dmexco
Frank Schneider – Director Marketing, Sales & Operations dmexco
Christoph Schuh – Board of Directors Tomorrow Focus
Kara Swisher – Co-Executive Editor, All Things Digital
Dr. Andreas Wiele – Board of Directors BILD-Group and Axel Springer
Von Doris Eichmeier
Veröffentlicht am 23. September 2009
Bestens besucht war die Premiere der Debate Hall. Rund 200 dmexco-Besucher kamen zur “Future Debate”, die von zwei Größen des Marketing- und Online-Business bestritten wurde: Maurice Lévy, Chairman und CEO der Publicis Groupe und Tim Armstrong, Chairman und CEO von AOL.

In der Debate Hall ist die Meinung des Publikums gefragt: Es werden Fragen gestellt, die dann jeder mit dem „MobiTED“, einer Art Fernbedienung zum Abstimmen, beantworten kann. Das Gesamtergebnis wird dann auf der Projektionswand angezeigt.
Maurice Lévy übernahm für die “Future Debate” einen Job, den er „schon immer mal machen wollte“: Er schlüpfte in die Rolle des Journalisten und befragte seinen Freund Tim Armstrong.

Dieser erzählte von der Zukunft von AOL als „content, advertising and communication company”. „People want AOL to come back”, ist Armstrong überzeugt. Dabei habe unter anderem Content große Bedeutung: “We’re gonna have a lot of content properties below the AOL brand.”
Dazwischen stellten Lévy und Armstrong immer wieder Fragen ans Publikum. Zum Beispiel: „How important is original content or localised content for the future of display advertising globally?” Die Antwort der Zuhörer war klar: Drei Viertel sind überzeugt, dass dieser sehr wichtig ist („moderatly“: 23 Prozent, „not at all“: drei Prozent). Armstrong freute sich über das Ergebnis und scherzte: „Thanks goodness, that’s our strategy! Would it have been answer three, I’d had to leave”.
Manchmal drehte Armstrong den Spieß um und befragte Lévy, etwa zur Zukunft des digitalen Marketings. Levy ist überzeugt: “There will be more money for digital – it’s coming from press.” Er erzählte auch von seinen positiven Eindrücken, die er vom chinesischen Markt gewonnen hat. „In China marketing is becoming as sophisticated as in the german market“. Dass die Rezession in Europa überstanden ist, glaubt Lévy nicht: “We are starting to see some improvement. However, I don’t believe the crisis is over”.
Ein gelungener Auftakt in der Debate Hall. By the way: Lévy hatte sichtlich Freude an seinem Job – er wäre bestimmt ein guter Journalist geworden.
Von Doris Eichmeier
Veröffentlicht am 23. September 2009
“How to monetarize editorial content”, darüber diskutieren in der Debate Hall Philipp Welte, Vorstand Burda Medien und Harald Eisenächer, Segmentvorstand Personal und Social Networking bei der Deutschen Telekom. Ihre Diskussion findet sehr viele Aufmerksamkeit. Jeder Platz ist besetzt. Dennoch glauben 42 Prozent der Anwesenden, dass Online-Werbung künftig sehr wichtig für die Refinanzierung bleibt. 25 Prozent glauben sogar an Online-Premium Abos. Die Fragen werden in der Debate Hall via Umfragegerät Mobi TED gestellt und die Antworten anschließend präsentiert.
Einen Medien Shift von offline zu online, erwartet Harald Eisenächer: „Wir werden unsere digitale Informationen immer mehr online beziehen. Das kann niemand mehr umdrehen. Die Medienrezeption wird sich fundamental verändern. Dazu sollten entsprechende Service-Angebote gemacht werden.“
Zuletzt wurde in der Debate Hall gefragt:”Wer wird den Kampf um die Aufmerksamkeit der Nutzer im Web gewinnen? Mit den Antworten können Verlage nicht zufrieden sein: So sehen die Zuhörer klare Gewinner in der Aufmerksamkeit: 40 Prozent setzen auf soziale Netzwerke, 31 Prozent auf Google und nur 10 Prozent Verlage mit Printhistorie.
Von Klaus Eck
Veröffentlicht am 23. September 2009
Ein Gastbeitrag von Gregor Fellner, Director Sales & Strategic Partnerships bei der Vibrant Media GmbH.
“Es wird aktuell viel über alternative, effektive Ergänzungen des Marketing-Mix gesprochen. Das vermeintlich ‘Neue’ ist aber oft ein alter Hut. Zum Beispiel die integrierte crossmediale Kommunikation, die das Maximale aus jedem Kanal holen soll. Dabei ist zweifelhaft, ob man so auch jedem Werbekanal gerecht wird. Ein aktuelles Beispiel, wo dies noch nicht gelingt, ist der Versuch, TV- Kampagnen 1:1 ins Internet zu verlängern. Derzeit werden Online-Videos nur allzu gern mit TV-Spots gleichgesetzt, ohne die Besonderheiten des Internets als Interaktionskanal zu sehen. Dabei können Marketer inzwischen auf neun standardisierte Formate von Pre-Roll bis InText-Video (IAB Studie) zurückgreifen.
Aufgrund von Zeitmangel und Ergebnisdruck werden Kampagnen im Eiltempo auf die Beine gestellt. Dabei wird nach gelernten Mustern vorgegangen. Ein Fehler, denn das Internet als “Lean forward”-Medium und TV als “Lean back”-Medium könnten unterschiedlicher nicht sein. Auch wenn das Fernsehen durch interaktive Werbeformen zunehmend zum “Jump in”-Medium wird, bleiben Targeting- und Interaktionsmöglichkeiten weit hinter dem Internet zurück.
Zur Gleichmacherei wird der Versuch, jedes Medium im integrierten Kommunikationsmix auch gleich abzurechnen. Eines muss jedoch klar sein: Die klassische Reichweitenmessung berücksichtigt weder die Interaktion noch den Rückkanal in gebührendem Maß. Ein Mix aus Zielgruppen-TKP und Cost-per-Click sind daher die Modelle, die Online-Video und dem Medium Internet am ehesten entsprechen. Der TKP muss hierbei jedoch der stärkeren Wahrnehmung der Zielgruppe Rechnung tragen.
Viele Videoformate kommen derzeit immer noch als Unterbrecher daher. Sie bleiben die berühmten ‘Werbepausen’, die den User von seinem relevanten Content und der Information fernzuhalten versuchen. Aber wollen wir wirklich das ‘Zapping’ ins Internet transferieren oder den Rezipienten doch lieber eine neue, andere Form der (Inter)-Aktion anbieten?
Video-Werbung muss zwei Aspekte berücksichtigen, um erfolgreich zu sein:
- Relevanz: Online-Video-Werbung muss gut auf die Interessen und Bedürfnisse der Empfänger abgestimmt werden. Erst dann wird Werbung zur Information!
- Interaktion: Dem User muss die volle Kontrolle und Interaktion mit der Online-Video-Werbung überlassen werden.
Aus meiner Sicht erfüllen zurzeit nur wenige Online-Videoformate diese Anforderungen. Online-Video hat es jedoch verdient, dass man sich der Vorteile des Online-Kanals bemächtigt, damit Bewegtbild-Werbung im Internet zu einer langfristigen Erfolgsstory wird!”
Vibrant Media empfiehlt als Lektüre den IAB Video Guide und twittert.
Von Doris Eichmeier
Veröffentlicht am 22. September 2009
Und umgekehrt gilt: Wer suft, schminkt sich auch. 96 Prozent aller Käufer von dekorativer Kosmetik gehen online. 14,6 Millionen suchen im Netz nach Information und 6,8 Millionen kaufen dort auch Kosmetikprodukte. Ein Beispiel, wie viele Produkte des Alltags, die sogenannten schnell drehenden Konsumgütern (FMCG), im Internet bereits auf Interesse und Nachfrage treffen. Deshalb hat die Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung (AGOF) exklusiv zur dmexco nun den Sonderbericht “Fast Moving Consumer Goods” veröffentlicht.
Die Auswertung ist das Ergebnis einer Kooperation der Kongressmesse dmexco und der AGOF in Zusammenarbeit mit dem Online Vermarkterkreis (OVK) im BVDW. Die Markt-Media-Studie internet facts beschäftigt sich bereits seit Jahren mit den im Internet vertretenen Nutzerpotenzialen. Neben einer quantitativen und qualitativen Betrachtung der Potenziale werden in der Studie auch die Werbeausgaben von FMCG-Unternehmen in den klassischen Medien sowie im Internet unter die Lupe genommen, um ein ganzheitliches Bild des Marketingverhaltens innerhalb dieser Branche zu bieten. Abgerundet wird der Sonderbericht mit zwei Best Practice Beispielen von Unternehmen, die ihre FMCG-Produkte wirkungsvoll im Internet in Szene gesetzt haben.
Wir empfehlen allen FMCG-Herstellern die Lektüre der ungeschminkten Wahrheit
.
Von Christian Faltin
Veröffentlicht am 21. September 2009
Christoph Hölzlwimmer, CEO des Anbieters von Online-Video-Technologie stream5, über die Wirkung von Content Syndication in der Videowerbung:
“Seien wir mal ehrlich: Wenn es um Videowerbung geht, fallen YouTube und Co. aus – User Generated Content ist dafür irrelevant, nur Premium Video Content zählt. Markenartikler, die heute über hochwertige Videoformate verfügen, wollen sich aus gutem Grund in Premium-Umfeldern sehen. Dafür müssen jedoch zwei Voraussetzungen erfüllt sein:
- Video-Werbeformate wie pre-roll, mid-roll oder post-roll
- seriöse, reichweitenstarke oder zielgruppenaffine Websites
Hier kommt Content Syndication ins Spiel: Als Marketinginstrument für Text- und Bild-Content ist es nicht neu, doch bei Online-Videos hat sich bisher kaum ein Unternehmen an das Thema herangewagt. Dabei liegen die Vorteile auch hier klar auf der Hand: größere Reichweite, höhere Zugriffszahlen, engere Kundenbindung und erhöhtes Google-Ranking. Gute Premiumplätze sind im Web schon heute sehr gut gebucht bis ausgebucht. Content Syndication vergrößert das Inventory für derartige Platzierungen und somit die Attraktivität für Werbetreibende.
Geredet wird viel darüber. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Technisch sind ein Videoplayer oder ein Video-Widgetplayer, der syndiziert werden kann, Voraussetzung. Auch ohne Content-Management-System, über das Videos hochgeladen, verwaltet und auf die verschiedenen Destinations ausgespielt werden können, geht es nicht. Wirtschaftlich sollte sichergestellt sein, dass der Partner, der die Videos ausliefert, über ein ausreichend dimensioniertes Content Delivery Network verfügt und günstige Trafficpreise anbietet. Denn die Refinanzierung des syndizierten Video Contents über Videowerbung steht und fällt mit dem Trafficpreis, der der Gesamtkalkulation zugrunde liegt. Dann gibt es noch ein paar organisatorische Dinge zu beachten: Wer besitzt die Rechte? Wer verfügt über die Internetlizenzen? Dürfen die Videos mit der Internetlizenz weiter syndiziert werden? Das alles muss koordiniert werden ohne großen Verwaltungsaufwand zu produzieren.
Bei den ersten Anbietern von Content-Syndication-Plattformen für Online-Video ist die Technologie inzwischen ausgereift. Der Weg zu einem de-facto-Standard ist nicht mehr weit. Aber: Wir sind erst am Anfang der Entwicklungen, das Potenzial ist groß. Das Ziel sind voll automatisierte Affiliate-Plattformen für das Syndizieren von Online-Videos. Der Zug ist also angerollt, jetzt heißt es: aufspringen!”
Von Doris Eichmeier
Veröffentlicht am 14. September 2009
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