Am 9. Juli findet in Köln der erste “Night Talk”, der Networking-Event der Messe dmexco, statt. Den Auftakt macht Heike Lindner, Head of Sales bei Commission Junction/ValueClick. Ihr Thema: “Direktmarketing im Affiliate Marketing”. Lindner wird darüber sprechen, warum Online-Marketing-Maßnahmen, die in einem Affiliate-Netzwerk stattfinden, besonders erfolgreich sind. Dazu wird sie Fallbeispiele zeigen und den Zuhörern Handlungsempfehlungen mit auf den Weg geben.
Lindner ist überzeugt: “Direktmarketing-Maßnahmen, die in einem Affiliate-Netzwerk umgesetzt werden, zeichnen sich durch besonders hohe Qualität aus. Dafür gibt es zwei Gründe: Erstens hat der Kunde beim Affiliate Marketing Zugriff auf eine Vielzahl unterschiedlicher Publisherkanäle und kann so den optimalen Kommunikationsweg mit dem bestmöglichen Ergebnis identifizieren. Erzielt zum Beispiel eine Kampagne zur Adressgenerierung schlechte Ergebnisse im Bereich E-Mail, kann er stattdessen auf themenspezifische Communities oder zielgruppenaffine Portale setzen. Der zweite Grund liegt in der Affinität der User: Innerhalb eines Nutzerkreises mit starkem Involvement lassen sich naturgemäß hochwertige Daten generieren und bessere Conversion-Rates erzielen.”
Unterstützen Sie die These Heike Lindners? Wie schätzen Sie den Erfolgsbeitrag von Affiliate Marketing im Direktmarketing ein? Sagen Sie uns hier im Blog Ihre Meinung!
Wollen Sie sich zu einem “Night Talk” anmelden? Dann wenden Sie sich bitte per E-Mail an Ellen Faust e.faust@dmexco.de.
Von Doris Eichmeier
Veröffentlicht am 30. Juni 2009
Die IVW entzieht der Page Impression die Macht als Vermarktungsgrundlage. Die Nachricht schlägt ein wie eine digitale Selbst-Enthauptung. Die tragende Säule der Leistungskontrolle für Medien, Agenturen und Werbungtreibenden, die IVW, will die Messgröße Page Impression in ihrer monatlichen Übersichtsliste ins Abseits stellen. 2010 soll die Visit-Angabe die Differenzierung der Werbeplattformen untereinander darstellen.
Zur Erinnerung für digitale Professionals: Die Page Impression birgt seinen Ursprung in der Vermarktung der klassischen Medienwelt (Print, TV und Radio). Einst nannte man die Messgröße „Tausender-Kontakt-Preis“, nach dem Gedanken ‚ein Heft – ein Werbekunde‘, oder ‚ein Zuschauer oder Zuhörer, ein Werbekunde‘. Eine Messeinheit, die damals (noch vor rund 15 Jahren) in der Printwelt selten zu Rate gezogen wurde. Das Medienangebot war für die Werbungtreibenden noch übersichtlich und nachvollziehbar, Media-Entscheidungen wurde gerne emotional getroffen. Die menschliche Beziehung zwischen Medienproduzenten und Kunde entschied in einem hohen Masse über die Buchung. Die rationale Währung kam mit der digitalen Vermarktungswelle. Sie ließ den Namen schlichtweg zum TKP verkümmern.
Im Feldzug gegen die Printmedien galt die neue Währung aufgrund der Page Impression als die Innovation schlechthin. Endlich konnte man mit validen Zahlen den Wert eines Mediums beziffern, den Mitbewerb auf realen Zahlen basierend vergleichen und die Medien einer wahren Reichweiten-Messung unterziehen. Mit dem Siegeszug der Messbarkeit des Internets ging ohne Ausweisung der Brutto-Reichweite nahezu nichts mehr in der Medienvermarktung.
Das Angebot der Online Werbeplattformen explodierte zusehends. Der Verlust der Übersicht, Überforderung der Mediaverantwortlichen bei der Entscheidung war die logische Folge. Der Druck der neuen Medien auch ein Stück vom Werbekuchen abzubekommen, ließ emotionale Entscheidungen nicht mehr zu. Dies führte zu drei wirtschaftlichen Folgen…
- Es entstand ein kreatives Wettrüsten unter den Werbeplattform-Anbietern, wer das Ranking der Reichweiten (Brutto oder Netto) anführt – ob auf qualitativer oder quantitativer Ebene wurde jährlich nebensächlicher.
- Werbeplattform-Anbieter pushten ihre Zugriffszahlen nach oben mittels klassischen „redaktionellen“ Mitteln (Gewinnspiele, Kreuzworträtsel, Bildergalerien, etc.)
- Bei einer Inflation von Angeboten fällt der Wert der Währung. Was 1997 noch mit einem TKP von 100 EUR vergütet wurde, war schon 2003 nur noch 10 EUR wert und 2009 noch Cent-Beträge.
Die Relativität der Page Impression im Vergleich zu ihrer Aussagekraft und Relevanz wurde immer fragwürdiger. Die Werbetreibenden suchten nach neuen valideren Messwerten.
Mit dem Einzug und der Integration zahlreicher Angebote des E-Commerce entstand die Affiliate-Vergütung. Dieses internetbasierte Partnerprogramm sah die Bezahlung nach generierten Erfolgserlösen vor. Vermutlich weiß kaum jemand warum, aber auf einmal entwickelten sich erfolgsbasierte Parallelwelten im normalen Display-Advertising. Galt eben noch die PI als Bewertungskriterium No. 1, entstanden schlagartig neue: CPC (cost per click), CPL (cost per lead), CPO (cost per order), CPS (cost per sale), etc. Die Relevanz der Page Impression und CPM (cost per mille) nahm jährlich ab. Und so stehen wir heute am Anfang einer neue Ära.
Erst heute verkündete Google, dass man nun auch Performance basierte Shopping Display Advertising Modelle teste. Weg von pay per click – hin zu pay per sale, was heißt: nur bei einem Kauf erhält Google eine Vergütung für die angebotene Werbefläche. cps ist also im Kommen.
Fazit:
Die Folgen der IVW Entscheidung? Die einen werden jubeln, die anderen grübeln und die meisten sich fragen: Ist die Visitausweisung sinnvoll? Bringt das die digitale Medienvermarktung weiter? Wieso ist nicht der Unique User das neue Bemessungskriterium? Wieso dieser Zwischenschritt? Ist das eine Sicherung der IVW eigenen Pfründe, um der endgültigen Enthauptung zu entgehen? Je mehr man nachdenkt, so fallen einem auch noch ganz andere Vergütungsmodelle ein, die sicherlich auch interessant wären. Ob Sie sinnig sind, ist ein anderes Thema…: CPAUTO = cost per average user time onsite (alternativ: cost per average user time ,on-banner’), CPAB = cost per action in banner, CPEB: cost per engagement ,on-banner’, CPCIB: cost per click ,in-banner’, und so weiter.
Ok, lassen wir die Gedankenspiele. Aber wäre folgende Denkweise nicht eine Vermarktungslogik für die Zukunft? Hören kann man sie als neue Netto-Reichweite auf vielen Bürofluren…
- CPUU (cost per unique user): 1 Unique User = 1 potentieller Werbekunde
Einfach, sinnvoll und verständlich. Oder?

Martin Meyer-Gossner schreibt ab sofort hin und wieder als Gastblogger auf create-effects. Der Münchner ist Mitbegründer von silicon.de und zeichnet seiner Funktion für das Produkt verantwortlich als Director Sales & Marketing bei CBS Interactive GmbH. Der gelernte Literaturwissenschaftler verbindet in seinen Businesskonzepten die Online- und die Offlinewelt, um kreative Marketing- und Salesaktivitäten ins Leben zu rufen. Seit 2008 bloggt und twittert er für Businessentscheider unter The Strategy Web zu Themen wie der Zukunft des Webbusiness, Web-Monetarisierung, Marketing, Sales sowie der Macht der Social Network zur Effizienzsteigerung der unternehmerischen Marke.
Von admin
Veröffentlicht am 26. Juni 2009
Intensives Networking, Sonne und gute Laune: Am 23. Juni trafen sich Frank Schneider und Christian Muche von der Koelnmesse und verantwortlich für die dmexco, mit hochkarätigen Marketing- und Media-Entscheidern aus aller Welt zum ersten dmexco-Satellite in Cannes.
Auftakt der Veranstaltung bildete das sehr gut besuchte Seminar, das die dmexco gemeinsam mit dem Sponsor United Internet Media im Rahmen des internationalen Advertising Festivals 2009 abhielt. Das Panel beinhaltete eine Weltpremiere: Die rund 600 Besucher bekamen erste Ausschnitte des Films “Digital Creativity” zu sehen. Darin befragt der renommierte Filmproduzent Hermann Vaske weltweit führende Online-Marketer nach ihren Rezepten für digitale Kreativität. In den drei Filmpausen interviewte Hermann Vaske seine hochkarätigen Podiumsgäste: Matthias Ehrlich, Vorstand der United Internet Media AG, Paul Lavoie, CEO von Taxi Inc., und Iain Tait, Partner von Poke, London.
In ihrem inhaltlichen Fazit waren sich Ehrlich, Lavoie und Tait weitgehend einig: Digitale Kreativität ist in den aktuell schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von besonderer Bedeutung, weil man die Zielgruppen in digitalen Medien wesentlich effizienter erreichen kann. Die großen planerischen Vorzüge digitaler Medien wie Controlling und Targeting dürfen dabei nicht als Kreativität hemmende Hürden gesehen werden, im Gegenteil: Sie bilden die Basis für “Digital Creativity”. Diese These war natürlich auch Gesprächsstoff während des Executive-Dinners am Abend:

Von links: Jane Hope (Taxi Inc.), Matthias Ehrlich (Vorstand der United Internet Media AG und Hauptsponsor der dmexco-Satellites), Damian Rodgett (geschäftsführender Gesellschafter pilot 1/0), Sital Banerjee (Global Media Director Philips International) und Jan Leopold (Leiter Creative Campaigns & Crossmedia United Internet Media AG), Christian Muche (Director Business Development, Strategy & International dmexco)

Bob Lord, Global CEO von Razorfish, im Gespräch mit Matthias Ehrlich, Vorstand der United Internet Media AG
Auch wenn der Hafen zeitweise wegen des hohen Wellengangs gesperrt war: Die Marketing- und Media-Entscheider aus aller Welt und ihre Gastgeber liessen sich davon nicht aufhalten und segelten hinaus vor die Bucht von Cannes.

Bis spät in die Nacht genossen die Gäste des Executive-Dinners die entspannte Atmosphäre auf der "Lady Roxanne" und führten angeregte Gespräche über "Digital Creativity".

von links: Frank Schneider (Director Marketing, Sales & Operations der dmexco), Jane Hope (Mitgründerin Taxi inc.), Paul Lavoie (CEO Taxi Inc.) und Nigel Morris (CEO Isobar Global)
Das Executive-Dinner auf der Lady Roxanne war Abschluss des rundum gelungenen ersten dmexco-Satellites. Mit diesen Events im Vorfeld der Messe fördert die dmexco den internationalen Austausch der digitalen Wirtschaft. Das nächste Satellite, das ebenfalls aus einer Mischung aus Information, Diskussion und entspanntem Networken bestehen wird, findet am 29. Juni in London statt. Die Veranstaltungsreihe wird in Kooperation mit United Internet Media als Hauptsponsor durchgeführt.
Von Doris Eichmeier
Veröffentlicht am 24. Juni 2009
Sie wollen nicht bis zur dmexco im September warten? Dann besuchen Sie doch unsere “Night Talks” im Vorfeld der Kongressmesse. Diese Networking-Events werden von der dmexco und ihren Partnern – unter anderen dem Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) sowie zahlreichen Unternehmen als Sponsoren – veranstaltet.
Station machen die exklusiven “Night Talks” dieses Jahr zuerst in Köln, dann in den Städten Hamburg und Düsseldorf. Dort bieten wir allen an der digitalen Wirtschaft Interessierten einen Impulsvortrag zu einem aktuellen Thema, eine Diskussionsrunde sowie ein anschließendes Get Together zum ausgiebigen Netzwerken. Gäste erhalten eine persönliche Einladung.
Medienpartner der Veranstaltungsreihe ist das Fachmedium “Horizont“: Die Kollegen aus Frankfurt werden die Veranstaltungen redaktionell begleiten und die Diskussionsrunden vor Ort moderieren.
Wollen Sie sich zu einem “Night Talk” anmelden? Dann wenden Sie sich bitte per E-Mail an Ellen Faust: e.faust@dmexco.de.
Die Termine der “Night Talk”-Tour:
- Köln, Donnerstag, 9. Juli 2009, 19 Uhr
Thema: Direktmarketing mit Affiliate-Netzwerken
Speaker: Heike Lindner, Head of Sales bei Commission Junction/ValueClick
Partner: Commission Junction/ValueClick, Pixelpark
Ort: Koelnmesse, großer Saal, 13. Stock
- Hamburg, Dienstag, 14. Juli 2009, 19 Uhr
Thema: Mobile Marketing & Campaign Management
Keynote: “It’s time to get mobile: Add mobile advertising to the mix”
Speaker: Dean Donaldson, Digital Experience Strategist Eyeblaster
Partner: Eyeblaster, Elephant Seven
Ort: Hamburger Kaffeebörse
- Düsseldorf, Mittwoch, 12. August 2009, 19 Uhr
Thema: Online Video Advertising
Keynote: “Das Kräfteverhältnis im Online-Video-Markt”
Speaker: Jean-Pierre Fumagalli, CEO smartclip
Partner: smartclip, Kyte
Ort: Berolina Bay
Von Doris Eichmeier
Veröffentlicht am 23. Juni 2009
Das neue Conference-Format der dmexco, die Speaker’s Corner, ist mittlerweile leider ausgebucht. Alle 30 Redemöglichkeiten sind vergeben und die Referenten werden in den nächsten Tagen benachricht, wer wann sprechen wird. Das komplette Programm der Speaker’s Corner wird gemeinsam mit dem Conference-Programm Ende Juli veröffentlicht.
Herzlichen Dank schon mal für Ihr/Euer Interesse. Wir freuen uns auf interessante Reden.
Von Christian Faltin
Veröffentlicht am 18. Juni 2009
Torsten Maue ist ein Mann der Gegensätze. Zukunft und retro in einem. Einerseits glühender Anhänger der Ostrock-Bewegung und Fan der Altrocker Jethro Tull, andererseits beruflich mit seiner Firma searchmedia ganz zeitgemäß im Suchmaschinenmarketing aktiv. Der erste Eindruck lässt daran keinen Zweifel: Sein Markenzeichen – ein rotes Kopftuch – trägt er ebenso lässig wie selbstbewusst zu T-Shirts mit großformatigen Aufdrucken wie „Ich bin der scharfe SEO“. Keine Frage also: Der 35jährige Magdeburger ist ein nonkonformer Individualist, kein Mann für den Mainstream. Vor allem aber: Maue ist der 400. Follower unseres dmexco-Twitter-Accounts. Herzlichen Glückwunsch erst einmal!
Kaum vorstellbar also, dass einer wie Maue einen kerzengeraden beruflichen Lebenslauf vorweisen kann und möchte. Und so rutschte er nach einigen Jahren des Angestellten-Daseins im Frühjahr 2006 peu a peu in die Selbständigkeit. „Drei Jahre habe ich nebenberuflich für mich selbst Websites gemacht und dabei bald soviel verdient wie mit meinem Hauptberuf“. Die ebenso puristisch wie übersichtlich gestaltete Website www.jethrotull.de ist ein Beispiel dieser kreativen Schaffenskraft. Zahlreiche Websites aus Bereichen wie Computer, Musik und Erotik hat er inzwischen auf die Beine gestellt. Und doch seinen USP nie aus den Augen verloren: „Meines Wissens bin ich der erste professionelle Suchmaschinenoptimierer aus Sachsen-Anhalt“. Kein Wunder also, dass er die lokale Suche in seinem Blog als einen der Mega-Trends im SEO-Markt ausmacht. Mit professionellem Interesse sieht er vor diesem Hintergrund die Microsoft-Suchmaschine Bing: „Mal sehen, ob hier ein ernstzunehmender Herausforderer für Google heran wächst. Wolfram Alpha ist ja eher ein Spielzeug. Bing wäre der Erfolg zu wünschen.“.
Um sich entsprechend zu inszenieren, nutzt Maue dabei so ziemlich alle Kanäle des Online-Marketings. Zum Beispiel Xing. 14 bis 16 Stunden hält er sich in dem Karrierenetzwerk auf. Und veranstaltet dazu auch entsprechende Seminare. „Xing richtig einsetzen“, heißen die etwa dreistündigen Veranstaltungen, die er kostenlos in Magdeburg anbietet.
Gewissenhaft pflegt Maue auch seinen Twitter-Account. „Richtig angewendet ist Twitter die ideale Möglichkeit, Marketing zu betreiben und schnell Neuigkeiten zu verbreiten. Für mich ein ideales Bindeglied zum Corporate-Blog“. Wer den Magdeburger über diesen Kanal kontaktiert, stutzt jedoch unweigerlich beim Betrachten des Maue-Bildes. Eine liebevolle Bleistiftzeichnung statt Foto prangt links oben auf der Seite. Der Kopftuch-Rebell ist hier kaum wiederzuerkennen Maue grinst: „Der Vater eines Arbeitskollegen hat dieses Porträt von mir zum 60. Geburtstag meines Vaters gezeichnet“.
Neugierig geworden auf den 400. Follower unseres dmexco-Accounts? Den agilen Magedeburger treffen Sie am 23. und 24. September – na wo wohl – mit Sicherheit auf der dmexco. „Meine Kunden sind vor Ort, es gibt interessante Vorträge und eine tolle Abendveranstaltung“.
Von Christian Faltin
Veröffentlicht am 18. Juni 2009
Interviewreihe zum Thema E-Mail Marketing: Klaus Artmann, Leiter Arbeitskreis E-Mail Marketing im BVDW.
Was sind 2009 die Themen im Bereich E-Mail Marketing?
Die Fragmentierung der Märkte macht eine immer stärkere Individualisierung in der Kundenansprache nötig. Statt des alten „Gieskannen-Marketings“ müssen die immer spezielleren Zielgruppen immer individueller angesprochen werden. Ergänzend dazu liegen mehrstufige Online-Kampagnen im Trend. Über ein mehrstufiges Gewinnspiel beispielsweise entstehen über die Weiterempfehlungs-Funktion virale Effekte, die den Kunden gleich mehrfach mit der Kundenwebsite und der Marke in Verbindung bringen. Mobile Marketing ist sicher auch ein wichtiges Thema. Mit den immer potenteren Handys und Handhelds gewinnt es kontinuierlich an Bedeutung – auch für den Bereich E-Mail Marketing.
Laut einer Studie betreiben bereits 88% der deutschen Unternehmen E-Mail-Marketing. Gibt es noch Wachstumspotenziale?
Ein entschiedenes Ja! Ein Großteil dieser 88% verschickt derzeit noch Newsletter, die inhouse produziert werden und meist weder optisch noch technisch optimal sind. Ob im Bereich Design, Redaktion, Individualisierung oder Reporting – es gibt hier ein großes Potenzial für die Entwicklung von professionellem Permission-Marketing in den Unternehmen.
Was sind die Voraussetzungen für optimales E-Mail-Marketing?
Um das Potenzial der E-Mail-Newsletter zu nutzen, sollten sie möglichst individualisiert verschickt werden: Je nach Geschlecht, Alter und Interessenlage des Abonnenten können genau auf ihn zugeschnittene Angebote gemacht werden. Wichtig dabei ist der regelmäßige und hochfrequente Versand, damit der Shop im Bewusstsein des Kunden verankert wird und im Moment einer Kaufentscheidung auch präsent ist. Tipps, Infos und andere redaktionelle Beiträge, die zum Sortiment passen, können den Newsletter aufgewerten. Sonderaktionen wie Gewinnspiele dienen zudem der Kundenbindung und können in den regulären Newsletter eingebunden oder als Stand-Alone Mailings verschickt werden.
Wie hoch sollte das Budget für erfolgreiches E-Mail-Marketing im Werbemix sein?
Das hängt von der Größe des Unternehmens und den anvisierten Zielen ab. Apple wird ein anderes Budget bereitstellen als Rosis Blumenstube. Ein bedeutender Aspekt in der Budgetfrage ist, dass E-Mail-Marketing deutlich günstiger ist als klassische Werbung oder Direktmarketing. Mit einem vergleichsweise kleinen Budget können sehr effizient arbeitende Kampagnen umgesetzt werden – das macht den Reiz und den großen Vorteil von E-Mail-Marketing aus.
Welche Rolle spielt E-Mail-Marketing für den Bereich Social-Media-Marketing?
Social-Media-Communities reagieren traditionell eher allergisch auf eindeutige Werbemaßnahmen, zu denen E-Mail-Marketing gehört. Solange ein Unternehmen in offenen Communities wie facebook agiert, könnte E-Mail-Marketing schwierig zu etablieren sein. Schafft es das Unternehmen dagegen, eine eigene Community aufzubauen, kann es sicherlich auch hier Newsletter-Abonnenten gewinnen.
Wie können Unternehmen ihr E-Mail-Marketing in Mobile Media integrieren?
Mobile Marketing gewinnt immer mehr an Bedeutung. Das heißt zum Einen, dass die Kompatibilität gewährleistet werden muss: E-Mail-Newsletter müssen auch auf den mobilen Medien korrekt und lesefreundlich angezeigt werden. Zum Anderen birgt Mobile Marketing auch neue kreative Möglichkeiten für Kampagnen – die gilt es auszuloten.
Von Christian Faltin
Veröffentlicht am 17. Juni 2009
Interviewreihe zum Thema E-Mail-Marketing: Volker Wiewer, CEO der eCircle AG:
Rund 88% der deutschen Unternehmen sollen laut einer Studie mittlerweile E-Mail-Marketing betreiben. Wo sehen Sie noch Wachstumspotentiale für E-Mail-Marketing?
Wiewer: E-Mail-Marketing steckt heute bei vielen deutschen Unternehmen noch mitten in der Pubertät – erste Erfahrungen gesammelt, aber noch keine Ahnung wo’s später mal hingehen soll. Enormes Wachstum entsteht jetzt dadurch, dass die E-Mail-Marketing-Programme in Deutschland gerade “erwachsen” werden, die Unternehmen stärker analysieren, optimieren und endlich anfangen Potentiale auszureizen. Integration mit Webanalyse, automatisierte Email-Kampagnen, Nutzung von Kundensegmenten im Email-Marketing, Verknüpfung mit Social-Media sind nur einige der Themen, die jetzt von den Kunden angegangen werden und somit langfristiges Wachstum der gesamten Branche sicherstellen.
Wie hoch sollte das Budget für E-Mail-Marketing im Werbemix prozentual sein?
Wiewer: Aktuell sehe ich einen Anteil zwischen 10 und 15% am Online-Budget für E-Mail-Marketing – unabhängige Studien gehen von ähnlichen Zahlen aus. Generell bewegen wir uns aktuell eher auf die 15% zu, da Unternehmen derzeit in E-Mail-Marketing investieren, während andere Online-Maßnahmen wie Display-Advertising eher zurückgefahren werden.
Welche Aufgaben kann E-Mail-Marketing in Zusammenspiel mit Social-Media-Marketing übernehmen?
Wiewer: Social-Media und E-Mail-Marketing ergänzen sich perfekt: Social Media eignet sich vor allem für den Dialog mit dem Verbraucher, ist per se also ein Instrument zur Markenführung und -werbung. Kommerzielle Kommunikation ist in Social-Media-Umfeldern hingehen eher verpönt und kann daher flankierend via E-Mail erfolgen. Es gibt fantastische Cases wie den von Papa John’s Pizzaservice, die zeigen, wie effizient zum Beispiel Adressen für ein E-Mail-Marketing-Programm durch die Verknüpfung von E-Mail und Social-Media gewonnen werden können.
Was müssen Unternehmen beachten, wenn Sie sich auf E-Mail-Marketing in Mobile Media vorbereiten möchten?
Wiewer: E-Mail-Marketing ist heute bereits komplex und wird deswegen so gerne outgesourced. Mit der mobilen E-Mail-Nutzung steigt der Komplexitätsgrad noch einmal erheblich, da die Vielzahl von Endgeräten immense Herausforderungen an die Darstellbarkeit der E-Mails stellt. Unternehmen, die sich auf Mobile-E-Mail-Marketing vorbereiten wollen, sollten sich daher darauf einstellen weitaus mehr Formate anbieten zu können als bisher. Beliebt ist bereits jetzt bei Newslettern eine “mobile” Version anzubieten, die im Header des eigentlichen HTML-Newsletters verlinkt ist.
Welche hausinternen Strukturen und Verantwortlichkeiten braucht ein werbetreibendes Unternehmen für optimales E-Mail-Marketing?
Wiewer: Es ist schwer dies auf eine allgemeingültige Formel zu bringen – manche Unternehmen haben eine eigene Abteilung mit bis zu sechs Mitarbeitern nur für E-Mail-Marketing, bei anderen wird E-Mail vielleicht gerade mal von einem Online-Marketing-Manager halbtags mit betreut. Wichtig ist in jedem Fall, dass es einen zentralen Gesamtverantwortlichen für die E-Mail-Marketing-Strategie gibt, der zum Beispiel auch die Entscheidung gegenüber dem Produktmanagement trifft, welche Produkte per E-Mail beworben werden und welche nicht.
Welche Unternehmen beeindrucken Sie durch ihr sehr gutes E-Mail-Marketing?
Wiewer: Die Otto-Gruppe mit ihrem ausgefeilten Reporting und der fortlaufenden Optimierung aller E-Mail-Maßnahmen, die Postbank aufgrund der Nutzung innovativster Sicherheitsfunktionen wie DKIM und der digitalen Signatur um Phishing aktiv zu bekämpfen und nicht zuletzt Amazon aufgrund der unglaublich hohen Relevanz und Individualisierung ihrer E-Mails.
Welche Trends und Entwicklungen sollten Ihrer Meinung nach im September auf der dmexco diskutiert werden?
Wiewer: Die Integration der existierenden Online-Marketing-Technologien, insbesondere die Verknüpfung von E-Mail-Systemen mit Webanalyse-Tools. Zudem das Thema “Neue Messgrößen für die Online-Vermarktung” sowie “E-Mail 2.0 – wo geht’s hin mit Google Wave, RSS & Co.”?
Was ist Ihr persönliches Lieblingstool im Web?
Wiewer: Scoopler.com – eine geniale Real-Time-Suche für Twitter, Delicious, Digg etc.
Von Doris Eichmeier
Veröffentlicht am 17. Juni 2009

Interviewreihe zum Thema E-Mail-Marketing: Ulf Richter, Geschäftsführer optivo.
Rund 88 Prozent der deutschen Unternehmen sollen laut einer Studie mittlerweile E-Mail-Marketing betreiben. Wo sehen Sie noch Wachstumspotentiale für E-Mail-Marketing?
Richter: Ein größeres Wachstumspotential sehe ich besonders im Bereich des “Lifecycle Messaging”, also unter anderem beim Einsatz von zeit- und aktionsgesteuerten Trigger-Mails sowie Transaktionsmails nach einer Bestellung oder einer vergleichbaren Nutzeraktion. Die Möglichkeiten, durch E-Mail-Marketing individuelle Inhalte zu platzieren und mit Interessenten und Kunden zu interagieren, sind enorm. Zugleich wird sich der Trend, Werbebudgets aus dem Print- und TV-Bereich in den E-Mail-Kanal zu transferieren, weiter fortsetzen.
Welche hausinternen Strukturen und Verantwortlichkeiten braucht ein werbetreibendes Unternehmen für optimales E-Mail-Marketing?
Richter: E-Mail-Marketing sollte intern an Spezialisten übertragen werden. Die inhaltlichen Abstimmungs- und Freigabeprozesse sind mit anderen Direktmarketing- und Online-Maßnahmen absolut vergleichbar. Um sicherzustellen, dass Mailings und E-Mail-Kampagnen regelmäßig in die Postfächer der Empfänger gelangen, sollten die Mitarbeiter darüber hinaus in ständigem Kontakt mit nationalen und internationalen E-Mail-Diensten stehen – oder diesen Bereich an einen Dienstleister outsourcen.
Wie hoch sollte das Budget für E-Mail-Marketing im Werbemix prozentual sein?
Richter: Mit dem Budget für eine ganzseitige Anzeige in einem größeren Nachrichtenmagazin kann man meist ein ganzes Jahr Mailings und Kampagnenmails versenden. Budgetär wird der Anteil von E-Mail-Marketing im Direktmarketing-Mix bei maximal 10 % und im Online-Marketing-Mix bei maximal 20 % liegen.
Welche Aufgaben kann E-Mail-Marketing in Zusammenspiel mit Social-Media-Marketing übernehmen?
Richter: E-Mails zeichnen sich durch eine hohe Relevanz aus – zugleich können E-Mail-Informationen einfach und schnell an Freunde und Familienmitglieder weitergeleitet werden. E-Mail-Marketing sollte sich deshalb im Bereich Social Media künftig besonders auf die unkomplizierte Vernetzung der Informationen konzentrieren sowie das Schaffen von Reichweite unterstützen.
Was müssen Unternehmen beachten, wenn Sie sich auf E-Mail-Marketing in Mobile Media vorbereiten möchten?
Richter: Im mobilen Bereich sollten die Unternehmen zuallererst die richtige Darstellung der E-Mails für die verschiedenen Endgeräte sicherstellen. Zugleich gilt es auch im Mobil-Kanal die bekannten rechtlichen Bestimmungen zu realisieren: Nur mit der Einwilligung des Empfängers darf dieser auch kontaktiert werden. Zudem empfehle ich, die Content-Erstellung und Versandprozesse zentral zu organisieren und so weit wie möglich mit den anderen Kanälen und Endgeräten zu integrieren.
Wie informieren Sie sich über die Neuigkeiten aus der Branche?
Richter: In Deutschland finde ich die Branchenblogs www.emailmarketingblog.de von Nico Zorn und emailmarketingtipps.wordpress.com von René Kulka besonders interessant. Auf Twitter verfolge ich vorrangig Branchenangebote wie MarketingSherpa oder Email Marketing Reports. An optiva interessierte Twitterer können uns seit kurzem via @optivo folgen.
Von Doris Eichmeier
Veröffentlicht am 17. Juni 2009
Verlosung in der Xing-Gruppe der dmexco
Nur wenige Tage nach der Premiere der dmexco-Satellites am 23. Juni in Cannes (www.canneslions.com), lädt die neue Leitmesse für die digitale Wirtschat zu einem weiteren exklusiven Networking Dinner ein: Am 29. Juni, dem Vorabend der Online Marketing Show in London, präsentiert Hermann Vaske ausgewählten Digital Professionals im Rahmen eines exklusiven dmexco-Executive Dinners weitere Ausschnitte aus seinem Film “Digital Creativity”.
Gestern, Montag den 15. Juni 2009, haben wir die Aktion gestartet: 66 Mitglieder unserer Xing-Gruppe haben an der Verlosung teilgenommen. Der/Die Gewinnerin, die wir heute im Laufe des Tages auslosen, erhält ein Flugticket nach London sowie eine Hotelübernachtung. Mit Besuch des Executive Dinners und der Online Marketing Show, eine der renommiertesten britischen Online-Marketing-Veranstaltungen.
Danke für die zahlreiche Teilnahme und dem/der Gewinner/in gute Gespräche in London.
Ihr dmexco Blog-Team
Von Christian Faltin
Veröffentlicht am 15. Juni 2009
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